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Vertrauen aufbauen

Spülbürsten aus Mexiko auf Vormarsch in Deutschland

Carcal ist ein mexikanisches Familienunternehmen mit über sechzigjähriger Tradition, das sich auf die Produktion von Reinigungsbürsten spezialisiert hat. Die bunten Spülbürsten, Schrubber, Nagelbürsten und Toilettenbürsten sorgen von Mexiko bis Australien seit vielen Jahren für Sauberkeit. Seit kurzem kann man sie auch in Deutschland finden.

Dafür hat Laura Elena Ruiz Lopez gesorgt. Die 28-jährige Exportleiterin und Enkelin des Unternehmensgründers hat Ende 2013 am MP für mexikanische Führungskräfte in Deutschland teilgenommen. „Ich finde es schade, dass wir nicht schon früher nach Deutschland gegangen sind“, sagt Lopez. „Irgendwie sind unsere Produkte deutsch. Denn alle unsere Produktions- und Verpackungsanlagen kommen jetzt aus Deutschland.“ Allein in den letzten sechs Jahren hat Carcal zehn Millionen Euro in die Modernisierung seiner Anlagen gesteckt.

Trotzdem war es nicht einfach, in Deutschland einen Fuß in die Tür zu bekommen, sagt Lopez. Zu kämpfen hatte sie vor allem mit Vorurteilen gegenüber der mexikanischen Qualität. Bei den Geschäftstreffen musste sie viel Überzeugungsarbeit leisten und Vertrauen in ihre Firma und ihr Angebot aufbauen: „Dass die Wirtschaftsministerien unserer Länder das Programm unterstützen und die Teilnehmer sorgfältig auswählen, war wie ein Qualitätssiegel für unsere Produkte“.

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Großhandelsfirma TEDi GmbH konnte sie einen Vertrag über die Lieferung von Spülbürsten abschließen. Bis Ende 2014 schätzt die Betriebswirtin den Umfang der Lieferungen im sechsstelligen Bereich. Mit weiteren Abnehmern, wie dem Großhändler HAST group International GmbH und Edeka, ist sie im Gespräch. Ohne die Verhandlungs- und Präsentationstrainings, die sie in Deutschland hatte, wären die Gespräche nicht so erfolgreich verlaufen, meint Lopez. Und mit ihrem neuen Wissen um die Qualitäts- und Zertifizierungsanforderungen kann sie die Lieferungen nach Deutschland langfristig sichern. Das ist ihr nicht nur im eigenen Interesse wichtig.

„Durch das Programm konnte ich das Vertrauen in unsere Produkte aufbauen. Und ich trage dazu bei, den Ruf Mexikos als verlässlichen Geschäftspartner zu verbessern“, sagt die 28-jährige Exportchefin.