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Logistiklösungen für mexikanische Unternehmen

[25.09.2019]

Wenn zwischen zwei weit voneinander entfernten Kontinenten Geschäfte mit Gütern angestrebt werden, bestimmt die Logistik den Ablauf wesentlich. Ein Unternehmensbesuch von 23 Führungskräften aus Mexiko bei der Transmaritim International GmbH im Stuttgarter Luftfrachtzentrum brachte hierzu reichlich neue Erkenntnisse.

1987 in Stuttgart als Zwei-Mann-Unternehmen gegründet, kann die Transmaritim International GmbH eine beachtliche internationale Erfolgsgeschichte vorweisen. Heute ist das inhabergeführte Unternehmen als mittelständisches und international vernetztes Speditionsunternehmen Ansprechpartner für See- und Luftfrachttransporte mit Standorten in Stuttgart, Hamburg, München und Frankfurt am Main. „Einen zuverlässigen Logistikpartner an Bord zu haben, ist für uns sehr wichtig“, so MP-Teilnehmerin Lorena Patricia Ortiz, die Avocados vertreibt.

Die MP-Teilnehmer wurden von Geschäftsführer Michael Schweizer und seinem Team empfangen. Die mexikanischen Unternehmer waren beeindruckt von dem modernen Lager, der Umsetzung von Logistik 4.0 und der Effizienz bei der Kostenkalkulation. „Transmaritim ist ein sehr interessantes Unternehmen für mich. Da ich in Mexiko ebenfalls logistische Dienstleistungen erbringe, kann ich mir vorstellen, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, meinte der Unternehmer Jorge Valencia.

Die Teilnehmer erhielten zudem Einblicke in die Arbeit der globalen Geschäftsprozesse der Logistik mit einem internationalen Agentennetzwerk in 40 Ländern. „Das Netzwerk stellt sicher, dass Ihre Ware in vertrauenswürdigen Händen ist. Wir sind Mitglied der HTFN-Gruppe und arbeiten in den Zielländern bewusst mit Unternehmen ähnlicher Größe und Struktur zusammen, um auch vor Ort unseren zuverlässigen Service umsetzen zu können. Damit bestimmt die Infrastruktur und unser weltweites Netzwerk den Erfolg unserer Logistikleistungen, worauf wir besonders stolz sind“, betonte Geschäftsführer Schweizer.

Bei den Gesprächen zwischen den mexikanischen Gästen und den Mitarbeitern von Transmaritim ging es neben Themen wie EU-Zollbestimmungen, Transportrouten, Einfuhrverfahren und Einfuhrsteuern auch um die Incoterms zwischen Deutschland und Mexiko. „Für den Import in die EU benötigen wir eine EORI-Nummer. Durch den Import von Waren nach Deutschland bekommen wir Zugang zum EU-Binnenmarkt. Es fallen keine Zölle oder Steuern an, was vieles erleichtert“, so der Unternehmer Valencia.

Konkrete Logistiklösungen und Fragen bezüglich der Lieferung von Lebensmittelprodukten wie Kaffee, Mezcal, Papayas, Melonen und Avocados besprachen mit den MP-Teilnehmern abschließend der dafür zuständige Kollege vom Standort Hamburg und der mexikanische Partner der Firma Macargo. „Dass man in Deutschland für gerösteten Kaffee mehr Einfuhrsteuern zahlt als für rohen überrascht mich“, so Alondra Navarro. „Als Inhaberin eines kleinen Unternehmens werde ich meine Exportstrategie anpassen müssen. Kleine Unternehmen wie unsere brauchen mehr Wissen über den Markteintritt im Ausland. Daher sind solche Zusammenkünfte mit deutschen Unternehmen von großem Vorteil“, resümierte die Mexikanerin.

IHK Region Stuttgart
Fotos: © IHK Region Stuttgart