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Innovationen auf dem Prüfstand

[24.11.2019]

Die TÜV Rheinland AG ist weltweit als Prüfdienstleistungsgeschäft bekannt. Für eine Gruppe mexikanischer Führungskräfte öffnete sie ihre Türen und gewährte Einblicke in ihre Arbeitsweise und neueste Entwicklungen bei Prüf- und Testmechanismen.

Erster Programmpunkt des Unternehmensbesuchs war das Thema Produktzertifizierung. In seinem Vortrag sprach Dirk Borchert, Vice President Products bei der TÜV Rheinland LGA Products GmbH, gezielt die EU-Richtlinien an, die selbst für die in Mexiko hergestellten Produkte gelten, sobald sie in die EU importiert werden sollen. „Jetzt verstehe ich die Gründe, weshalb die EU oder der Staat in manchen Fällen die Zertifizierungsprozesse reguliert“, fasste MP-Teilnehmer Sergio Freyre anschließend zusammen.

Anhand des Smartphones erklärte Bircan Taslica, Global Head of Technical Process Optimization – IoT Wireless BS Products, von der TÜV International GmbH den Unternehmern, welchen Tests zur Cybersecurity, Compliance und Strahlung die Geräte unterzogen werden müssen. „Weichen die Messwerte vom Standard ab“, so Taslica, „werden die Handys vorerst vom Markt genommen“. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, mit ihm individuelle Fälle aus ihrer Unternehmenspraxis zu diskutieren. Spannend war für die mexikanischen Gäste auch das Thema Smart Home Testing. Hier werden insbesondere Applikationen aus dem Bereich Internet of Things Testabläufen unterzogen. Ganz praxisnah ging es dann bei der Führung durch das Wireless-Testlabor des TÜV Rheinland zugange. Dabei wurden unter anderem am Beispiel eines Rauchmelders, der verschiedenen elektrischen Impulsen ausgesetzt wurde, die Testvorgänge zum Reaktionsverhalten des Gerätes demonstriert.

Eine eher ungewöhnliche Arbeitsumgebung erwartete die Teilnehmer mit dem Innovation Space des TÜV Rheinland. Dessen Räume sind nach Themen wie Chalet oder Wald gestaltet, um den Mitarbeitern eine Plattform zum kreativen und innovativen Denken zu geben. In einem interaktiven Vortrag stellte Innovation Facilitator Kai Ulrich das Konzept des Innovationsmanagements des TÜV Rheinland und seine Bedeutung in Bezug auf dessen Wettbewerbsfähigkeit vor. Anhand eines praktischen Workshops konnten die Gäste innovative Problemlösungs- und Kommunikationsmethoden beim Lego Serious Play spielerisch und mit viel Spaß kennenlernen.

Für das Thema Innovation sensibilisiert und begeistert über die neuen Erkenntnisse, erwarteten die mexikanischen Unternehmer mit Spannung das letzte Highlight des Tages: die Präsentation der Entwicklung eines Digital Learning Konzeptes mit Microsoft-HoloLens-Brillen. Mit dieser Konzeptentwicklung sollte Lernumgebung geschaffen werden, in der digitale dreidimensionale Inhalte in der realen Umgebung durch eine Datenbrille angezeigt werden können. „Anhand von interaktiven 3D-Projektionen sollen Mitarbeiter zukünftig weitergebildet werden. Schulungsrelevante und -intensive Vorgänge, wie zum Beispiel Erläuterungen von technischen Geräten, können ortsunabhängig und dennoch effizient vermittelt werden“, erklärte der Product Manager Digital Learning der TÜV Rheinland Akademie, Nils Brüggesch. Da die Lernkonzepte branchenunabhängig und die Inhalte variabel anpassbar sind, waren alle Teilnehmer gespannt, die HoloLens einmal selbst aufzusetzen und zu erleben.

Die Erkenntnis, dass Innovation zunächst nicht greifbar in Zahlen messbar ist und vorerst eine Investition des Firmeninhabers darstellt, dafür aber langfristige Ergebnisse in den Bereichen der Mitarbeitermotivation und des Unternehmenswachstums verspricht, sorgte unter den Teilnehmern für viel Gesprächsstoff.

TÜV Rheinland Akademie
Fotos: ©TÜV Rheinland Akademie