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Im Dienste der Gesundheit


Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, und die deutsche Gesundheitsbranche genießt hohe internationale Anerkennung. Davon wollte und konnte sich im November 2017 eine MP-Gruppe aus der Ukraine persönlich überzeugen. Die 18 Teilnehmer arbeiten vorwiegend als Ärzte in Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen bzw. als Manager im Gesundheitswesen. Die in Deutschland gesammelten Erfahrungen wollen sie bei Auf- und Ausbau des Gesundheitssystems in ihrer Heimat einbringen. Von großem Interesse waren daher das Management von unterschiedlichen medizinischen Einrichtungen sowie das Kennenlernen staatlicher und regionaler Rahmenbedingungen. Einerseits ging es um neue Ideen und Methoden bei Diagnose, Behandlung und Rehabilitation, um innovative Personalkonzepte sowie um Qualitätsstandards. Andererseits nutzten die Mediziner direkte Kontakte zu Produzenten und Händlern von Medizintechnik und Produkten der Pharmabranche.

Die beste Gelegenheit zum Vergleich der weltbesten Anbieter bot die MEDICA 2017 in Düsseldorf. Die Messe hat sich seit über 40 Jahren zur größten Veranstaltung für die Medizinbranche entwickelt. Mehr als 5.100 Aussteller aus 70 Nationen boten ihre Produkte und Leistungen in 17 Messehallen an. Der zweitägige Besuch war ein Höhepunkt des Programms, denn die Teilnehmer konnten zahlreiche erfolgreiche Geschäftskontakte knüpfen. Es wurden gegenseitige Einladungen ausgesprochen und konkrete Folgetreffen geplant. Die ukrainischen Mediziner stellten erhebliche Preisunterschiede zwischen den Geräten in Deutschland und der Ukraine fest. Gern hätten sie direkt beim deutschen Hersteller gekauft, wurden aber oft an die Vertretungen in Kiew verwiesen. Dort wird die Medizintechnik allerdings zu höheren Preisen verkauft.

Gruppenbesuche führten die MP-Teilnehmer zu Herstellern von medizinischer Ausrüstung, in Krankenhäuser und Kliniken, in denen man die Geräte in der täglichen Anwendung sehen konnte. Als sehr gewinnbringend schätzen die Teilnehmer den Besuch bei der Philips Medical Systems DMC GmbH in Hamburg ein. Das Unternehmen entwickelt und produziert Röntgenröhren, Generatoren, nahbediente Untersuchungsgeräte, konventionelle und digitale Aufnahmesysteme, Mammographiesysteme, urologische Untersuchungsgeräte sowie Systeme zur Nierenstein- und Gallensteinzertrümmerung sowie sämtliches Equipment zur digitalen Bildverarbeitung. Die weltweite Präsenz erfordert ein umfassendes Vertriebs- und Servicenetz, so dass Philips in vielen Ländern dieser Welt vertreten ist und die entsprechenden Leistungen vor Ort erbringen kann. Eindrucksvolle Einblicke erhielten die Gäste in globale Geschäftsprozesse sowie das Management von Qualität und Kunden. Aber auch die Gastgeber profitierten vom Besuch aus der Ukraine, erhielten sie wieder einen aktuellen Eindruck vom ukrainischen Gesundheitssektor. Stefan Mintert, Senior Portfolio Manager DXR der Firma, unterstrich abschließend: „Wir freuen uns immer über solche Besuchergruppen. So kriegen wir Feedback über die Arbeit unserer Partner vor Ort in diesen Ländern.“

Ein weiteres Highlight des Programms war der Besuch und der offene und ergebnisorientierte Erfahrungsaustausch in der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Universitätsklinikum (UKM) steht für Spitzenmedizin in der deutschen Krankenhauslandschaft. Durch großes persönliches Engagement wird der hohe Standard medizinischer Versorgung und Pflege gewährleistet. Das Internationale Patientenmanagement (IPM) kümmert sich darum, dass auch Patienten aus dem Ausland von dem breiten medizinischen Angebot des UKM profitieren. Dr. med. Vincent Roman Hofbauer, Leiter der Stabsstelle Internationales Patientenmanagement IPM, beantwortet alle Fragen rund um die Organisation des Aufenthalts und der Behandlung. Er unterstrich, dass bei der persönlichen Betreuung vor Ort auch die Berücksichtigung kultureller und konfessioneller Besonderheiten von großer Bedeutung ist. „Wir haben bei uns in der Klinik sehr viele russischsprachige Patienten und sind an neuen Kontakten vor allem in der Ukraine sehr interessiert. Unser Vorstand zeigt sich sehr offen in diesen Fragen, und wir freuen uns immer über solche Besuche.“ Es wurden Adressen ausgetauscht und gegenseitige Besuche verabredet. Die Teilnehmer waren noch nicht nach Celle zurückgekehrt, da erhielten sie bereits Fotos mit der Botschaft: „Thanks for visiting us!“

Von Dr. Ronald Pschierer
Deutsche Manager Akademie Niedersachsen (DMAN), Celle
http://de.dman.de