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Führungskräfte aus China bei Pilz in Ostfildern


Im November und Dezember 2016 nahmen 17 Manager aus China an einer Fortbildung in Mannheim teil. In der dritten Woche ihres Aufenthalts stand für die chinesischen Führungskräfte ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein Unternehmensbesuch bei der Pilz GmbH & Co. KG. in Ostfildern. Mit 40 Tochtergesellschaften und Niederlassungen auf allen Kontinenten, über 2.000 Mitarbeitern weltweit und mehr als 288 Millionen Euro Umsatz (2015) ist die Pilz GmbH & Co. KG einer der wichtigsten Player im Bereich der sicheren Automation.

Eingangs bekamen die chinesischen Manager von Sebastian Lüke (Referent der Geschäftsleitung) einen Überblick über die Vision und das Unternehmenskonzept. Das zunächst als Glasblaserei im Jahre 1948 von Hermann Pilz gegründete Unternehmen war noch vor Siemens das erste Unternehmen, das speicherprogrammierbare Steuerungsgeräte herstellte. In den 1980er Jahren kamen dann Sicherheitsschalter dazu. Heute entwickelt und produziert Pilz auch Sensorik und Antriebstechnik. In Ostfildern ist die Hauptproduktion ansässig. Bis dato werden die Geschäfte in Familienhand fortgeführt. Pilz ist bereits seit vielen Jahren in China aktiv und hat seit 2015 einen Produktionsstandort in Jintan. Ein reger Austausch von Visitenkarten und Fotos untermauerte das große Interesse beider Seiten an einem fachlichen Austausch.

Bei Pilz nehmen die Investitionen in Research and Development einen besonderen Stellenwert ein. Die Gäste aus China waren von der Tatsache beeindruckt, dass rund 20 Prozent des jährlichen Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert werden. Lüke gab auch einen Überblick über die aktuell wichtigen Technologieentwicklungen und zeigte einige Ausstellungsstücke. In der Zukunft möchte Pilz sich noch stärker auf Kamerasysteme, 3D-Systeme sowie Sensortechnologien konzentrieren.

Für eine erweiterte Kompetenzvermittlung bezüglich des Managements deutscher Firmen bekam die Gruppe ebenfalls einen Einblick in das Personalmanagement des Unternehmens. Pilz bietet qualifizierten Bewerbern neben vielfältigen Ausbildungsberufen auch die Möglichkeit zum dualen Studium an, etwa im Bereich Informatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Auf internationale Erfahrungen legt das Unternehmen auch bei der Aus-und Weiterbildung seiner Mitarbeiter großen Wert. So ist beispielsweise ein Auslandpraktikum in der Schweiz oder in Frankreich fester Bestandteil der Ausbildung. Des Weiteren bietet Pilz auch Schülern so genannte Schnupperpraktika während ihrer Orientierungsphase. Der „GirlsDay“ ist nur eine von vielen Möglichkeiten, schon frühzeitig Einblicke in den Berufsalltag eines Elektronik- bzw. Automatisierungsunternehmens zu erlangen. Umgekehrt nutzt Pilz diese Praktika, um das Interesse potentieller Nachwuchskräfte zu wecken.

Im Anschluss erhielten die Gäste aus China eine Führung durch die neue Produktion in Ostfildern, die flächenmäßig die größte in der Pilz Gruppe ist. Interessiert waren die chinesischen Manager insbesondere daran, wie Pilz ein hohes Auftragsvolumen managt und welche Maßnahmen seitens Pilz unternommen werden. Hier wurde das Bewusstsein der Führungskräfte für den Aufbau von Talenten im eigenen Unternehmen und für eine regelmäßige Fortbildung und Motivation der Mitarbeiter geschärft. Die Teilnehmer erhielten viele Anregungen für eine mögliche Umsetzung in ihren eigenen Unternehmen.