Partnerländer

Russland

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Das deutsch-russische Managerfortbildungsprogramm bereitet Führungskräfte aus der Russischen Föderation gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vor – mit Erfolg für beide Seiten. Jedes Jahr nehmen ca. 250-300 russische Führungskräfte an dem praxisorientierten Training teil. Sie kommen aus Unternehmen mit Außenwirtschaftspotential, die Kontakte nach Deutschland knüpfen wollen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden den Schwerpunkt. “Fit for Partnership with Germany”Unter dem Motto “Fit for Partnership with Germany” absolvieren die Teilnehmer ein Einmonatsprogramm in Deutschland. Die Gruppen bestehen aus jeweils 20 Teilnehmern. Während ihres Aufenthaltes erwerben sie Managementkompetenzen, erhalten Einblicke in die deutsche Unternehmenspraxis und knüpfen Kontakte zu deutschen Firmen. Das Programm richtet sich an Führungskräfte der oberen und mittleren Managementebene russischer Unternehmen und steht grundsätzlich allen Branchen offen.

Maßgeblich für den Erfolg des Programms ist die richtige Mischung aus Kompetenzvermittlung und Unternehmenspraxis:

Bisherige Ergebnisse und Perspektiven

Seit 1998 haben über  300 russische Gruppen mit insgesamt (5091) Führungskräften am Programm in Deutschland teilgenommen. In diesem Zeitraum hat sich das Programm erheblich entwickelt und wurde den wachsenden Bedürfnissen der russischen Wirtschaft angepasst: In den Anfängen diente das Programm eher der Stabilisierung der russischen Wirtschaft und gab den Teilnehmern die Möglichkeit, eigenes Know-how zu verbessern und die Restrukturierung der heimischen Betriebe in Angriff zu nehmen. Mittlerweile liegt auch hier der Fokus auf vielfältigen Kooperationsprojekten und direkter Geschäftsanbahnung: Für die Programmteilnehmer bietet sich in Deutschland Gelegenheit, in Unternehmen oder auf Messebesuchen moderne Technologien kennen zu lernen und über den Kauf von Anlagen oder Materialen zu entscheiden. Sie können potenzielle Geschäftspartner persönlich treffen, Gespräche bzw. erste Verhandlungen führen, und vor allem das eigene Unternehmen und seine Produkte vorstellen.

Die bisherige Bilanz lässt sich sehen: Aus den Unternehmenskontakten ergeben sich zum beidseitigen Nutzen eine Vielzahl von Vertragsabschlüsse. Die neuen Verbindungen zur deutschen Wirtschaft führen zu Gründungen von Joint-Ventures, zum Export eigener Produkte nach Deutschland oder die EU wie auch zur Entwicklung von neuen Geschäftsideen. Die dadurch resultierende Modernisierung des Betriebes oder die Entwicklung neuer Produkte führt sehr oft zu einer Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit.

Bilaterale Vereinbarungen zwischen beiden Staaten

Die Regierungsvereinbarung zur Fortführung des Programms wurde im Juli 2010 in Ekaterinburg abermals verlängert. Finanziert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Für die Koordination auf deutscher Seite wurde die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH als Generalmanagerin beauftragt. In der Russischen Föderation ist das Föderale Ressourcenzentrum als Durchführungsorganisation in Moskau tätig.