Business with Germany

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Das Managerfortbildungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist ein Element der deutschen Außenwirtschaftspolitik. Unter dem Motto “Fit for Partnership” bereitet es Führungskräfte aus Asien, Osteuropa, Nordafrika und Lateinamerika gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vor – mit Erfolg für beide Seiten.

Insgesamt haben bisher über 11.000 Führungskräfte aus 18 Ländern das Managerfortbildungsprogramm absolviert. Sie kommen aus Unternehmen mit Außenwirtschaftspotential. Im Durchschnitt hat eine Gruppe von 20 Teilnehmern Kontakt zu insgesamt 60 deutschen, vorwiegend mittelständischen Unternehmen.

 Management-Training und Wirtschaftskontakte

Maßgeblich für den Erfolg des Programms ist die richtige Mischung aus Kompetenzvermittlung und Unternehmenspraxis.

In interaktiven und praxisorientierten Trainings erweitern die Teilnehmer ihre Managementkompetenzen und bereiten sich auf Geschäftskontakte mit deutschen Unternehmen vor. Sie lernen die Besonderheiten der deutschen Geschäftskultur kennen und verbessern ihr geschäftliches Auftreten sowie ihre Verhandlungstechniken.

Bei Unternehmensbesuchen erhalten die Teilnehmer Erfahrungen deutscher Unternehmer aus erster Hand und machen sich vor Ort mit moderner Technik und Ausrüstung vertraut. Sie treten in direkten Kontakt mit potenziellen Geschäftspartnern.

Die Bilanz des Programms ist beeindruckend und zeugt vom hohen wirtschaftlichen Nutzen – sowohl für die teilnehmenden deutschen Unternehmen wie auch für die Unternehmen aus den 18 Partnerländern. Das Managerfortbildungsprogramm bietet somit allen beteiligten Unternehmen Zugang zum jeweils anderen Markt.

Programmformat

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH wurde vom BMWi als Generalmanagerin des Managerfortbildungsprogramms beauftragt. Die GIZ bietet eine vierwöchige praxisorientierte Fortbildung für Englisch (in Ausnahmefällen auch Russisch) sprechende Führungskräfte der oberen Managementebene mit dem Schwerpunkt der Geschäftsanbahnung an.

Das BMWi-Managerfortbildungsprogramm – Erfolgsmodell partnerschaftlicher Zusammenarbeit

1997 wurde das Managerfortbildungsprogramm mit Russland als erstem Partnerland begonnen. Führungskräfte der russischen Wirtschaft wurden in Deutschland gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperation mit deutschen Unternehmen vorbereitet. Sie stammten aus den Reihen der besten Teilnehmer am sogenannten russischen Präsidentenprogramm. Seither nahmen über 5.000 russische Führungs- und Führungsnachwuchskräfte am Managerfortbildungsprogramm teil.

Der Erfolg dieser Zusammenarbeit hat andere GUS-Staaten dazu bewegt, ähnliche Programme ins Leben zu rufen und die Zusammenarbeit mit dem Managerfortbildungsprogramm zu beginnen. 2001 wurde die so genannte “Ukrainische Initiative” gestartet. Später kamen weitere osteuropäische Länder wie Belarus und die Republik Moldau hinzu, bis das Managerfortbildungsprogramm schließlich auf die Länder Zentralasiens, Asiens, Nordafrikas und Lateinamerikas ausgeweitet wurde – darunter Kirgisistan, Turkmenistan, Usbekistan, Aserbaidschan, die Mongolei, Ägypten, Tunesien und Mexiko. Insbesondere Wachstumsmärkte wie Kasachstan, China, Indien und Vietnam haben ein reges Interesse an einem Austausch mit Deutschland und sind daher ebenfalls Partner in der Managerfortbildung.
Das Programm hat viele Gewinner. Auch für die deutschen Unternehmen zahlt sich ihr Engagement aus. Im Rahmen des Programmes können sie potenzielle Partner persönlich kennen lernen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen, als Grundlage für eine langfristige Geschäftsbeziehung. Die Entsendeunternehmen wiederum profitieren von den aus Deutschland mitgebrachten Kontakten und den neu erworbenen Managementkompetenzen ihres Mitarbeiters. Im Ergebnis erhöht sich der wirtschaftliche Austausch zwischen Deutschland und den Partnerländern.